Bouldern

Bouldern

Bouldern ist die englische Bezeichnung für Felsblock. Die Sportart Bouldern ist hingegen eine Unterdisziplin des Kletterns, wobei man beim Bouldern ohne jegliche Sicherung frei in maximal drei Metern Höhe klettert. Als Faustregel für die Kletterhöhe gilt, dass man jederzeit in der Lage sein muss, vom Felsen abzuspringen, ohne sich dabei Verletzungen zuzuziehen. Erfunden wurde diese außergewöhnliche Freizeitbeschäftigung erst vor wenigen Jahrzehnten, in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Damals revolutionierte der Amerikaner John Gill den Klettersport, indem er der vorher eher abgehackten Kletterbewegung eine dynamische Komponente aus dem Geräteturnen hinzufügte.

Die Verfechter des Boulderns lieben diese Sportart vor allem wegen dem Nervenkitzel und den verschiedenen Naturschauplätzen und Menschen, die man dabei kennen lernt. Boulderer sind immer auf der Suche nach den interessantesten und schwierigsten Blöcken, weshalb eine gewisse Reisebereitschaft zur Ausübung des Sports unerlässlich ist. Das Klettern ohne Sicherung ist eine weitere Hauptkomponente, die verantwortlich für die Beliebtheit des Boulderns ist. Man fühlt sich freier und wagemutiger als beim normalen Klettersport, was den Spaßfaktor nach der Bezwingung eines Felsen natürlich enorm steigert.

Außerdem ist zum Bouldern keine umfangreiche Ausrüstung nötig. Der Kletterer braucht als Grundausstattung eigentlich nur ein Paar gute Kletterschuhe und eine Bouldermatte. Diese ist vergleichbar mit einer Matte beim Bodenturnen, nur dass sich das so genannte Crashpad leichter falten und damit auch besser transportieren lässt.
Die Bouldermatte soll Verletzungen beim Absprung vom Felsen und bei Stürzen verhindern. Bouldern ist zudem ein sehr geselliger Sport, da man meist in Gruppen zu den interessantesten Felsen reist und dort mehrere Tage verbringt.

Solche Trips werden auch für Anfänger und Interessierte angeboten, so hat man zum Beispiel ein ganzes Wochenende Zeit, sich selbst an einem Block zu versuchen und dabei jede Menge neuer Menschen kennenzulernen. Der Spaßfaktor ist beim Bouldern also enorm, wohingegen die Verletzungsgefahr aufgrund der niedrigen Kletterhöhe eher gering anzusehen ist.

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